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Jahresrückblick 2020

Außer. Plan. Mäßig.

 

Als ich mich Anfang Dezember dazu entschieden habe, einen Jahresrückblick schreiben, da hatte ich noch wenig Vorstellungen, was daraus wird und vor allem:           

Was dieser Rückblick mit MIR machen wird.           

Jetzt kann ich sagen: Ja, es war die Zeit wert!    

Dieser Rückblick hat in mir die kleinen Highlights in Erinnerung gebracht. Er hat meine Gedanken sortiert und meinen Plänen einen Rahmen gegeben.

In diesem Corona-überstülpten Jahr, in dem so vieles durcheinander geraten ist, erlebe ich gerade das als sehr kostbar.     

Vielleicht inspiriert dich das eine oder andere Thema.      

Vielleicht magst du aber ja auch deinen eigenen Rückblick erstellen. Möglicherweise können dich dabei die Fragen am Ende der jeweiligen Themen inspirieren.  💎

Ich wünsche dir viel Freude und möglicherweise den einen oder anderen Impuls dabei!

Das WERTvollste Therapie-Feedback    

Wenn die Erlaubnis entsteht, innere Grenzen zu überwinden

Sitz-Ecke

Ich beginne mit dem Thema, welches mir zuerst in den Sinn kann, einem sehr tiefgründigen Thema. 

Meine Reflexion des Jahres brachte mich zunächst zu meiner täglichen Arbeit.  

Ich brenne für das 1:1 Setting im Coaching oder Psychotherapie. In diesem Rahmen ist soooo viel möglich.
Ich liebe Tiefgang!

Und in diesem persönlichen Kontext ist dieser meiner Überzeugung nach am besten möglich.    

Natürlich heißt das aber nicht, dass das immer die beste Wahl ist. 

Manchmal ist ein Seminar oder Online-Kurs oder anderes das bessere Mittel, um sich persönlich weiterzuentwickeln.     

Und manchmal ist es weder…noch! 
Manchmal ist es, na wie kann ich es formulieren? Manchmal reicht es schon aus, die eigenen Selbstheilungskräfte zu aktivieren.
Auch das ist manchmal hier Thema.    

Das gibt es kein Richtig oder Falsch! 

Die größte Kunst besteht eigentlich darin, genau das Richtige für sich selbst herauszufinden.

Warum mich aber gerade dieses Setting so begeistert?

    • Vertrauen ist die wichtigste Voraussetzung für gesunde Veränderungen. Hier besteht ein geschützter Rahmen und damit eine wunderbare Möglichkeit, dieses Vertrauen zu schaffen.

Viele Begegnungen, viele Erinnerungen kamen mir bei meinem Rückblick in den Sinn.     

Erinnerungen an Menschen, die

    • sich nach langer Zeit des Überlegens für eine Psychotherapie entschieden haben
    • nach einem akuten Ereignis umgehend Begleitung gesucht haben
    • vor einer besonderen Entscheidung standen und Orientierung suchten
    • einfach ihre Gedanken sortieren wollten.

Und weil ja insbesondere die Highlights in Erinnerung bleiben, stellte ich mir die Frage:
Was war das WERT-VOLLSTE Feedback für mich?    

Und damit ist natürlich auch die Frage verbunden: 

Warum habe ich mir DIESES ausgesucht?

„Seit 20 Jahren habe ich das mit mir herumgetragen. Seitdem lasse ich immer wieder an mir herumdoktern. 

Das hat es meistens nur noch schlimmer gemacht.

Und jetzt merke ich so viel Neues. Ich erlaube mir wieder, ehrlich zu mir selbst zu sein.

Wenn Menschen am eigenen Leibe positive Veränderungen wahrnehmen und sich dabei beobachten, 
wie viel sie SELBST dazu beitragen können, dann habe ich mein größtes Ziel erreicht. Denn je mehr Zeit ein Mensch zuvor damit verbracht hat, Belastendes 

    • wegzuschieben
    • zu ignorieren 
    • zu verharmlosen 
    • zu überspielen o.a., 

desto schwieriger wird es natürlich, diese Fähigkeiten aufzudecken und sogar wachsen zu lassen. Wenn das dann aber gelingt und vielleicht noch mehr, alses dieser Mensch zuvor selbst für möglich gehalten hat, dann bin ich froh darüber, das zu machen, was ich mache. Ich bin keine RAT-Geberin, keine Be-WERT-erin: Es geht darum, das Wichtige selbst herauszufinden. 

Eine Therapie oder ein Coaching wird für mich dann WERT-VOLL, wenn wenige Impulse bereits ausreichen, das eigene Selbsthilfe-Programm in Gang zu bringen. Es geht in erster Linie um das Training der eigenen Wahrnehmung.

 

Was war dein WERT-vollstes Feedback? beruflich und/oder privat

Warum hat gerade dieses dir so viel bedeutet?

 

Meine größte Herausforderung im Therapie-Alltag

Persönliche Nähe trotz körperlicher Distanz      
oder: Die wachsende Bedeutung der Körpersprache im Corona-Jahr 

Im Coaching geht es grundsätzlich darum, sich auf sein Gegenüber bestmöglich einzustellen. 

Was genau benötigt mein Gegenüber gerade? Welche Fragen, welche Interventionen, welches Vorgehen ist wichtig?

Und dazu gehört natürlich auch die Frage nach dem passenden Aufbau von körperlicher/persönlicher Nähe. Was genau braucht mein Gegenüber für einen Raum, um sich in idealer Weise auf sich selbst einstellen zu können?      

Bisher habe ich mich immer an den Vorstellungen und dem Rahmen meines Gegenübers ausgerichtet. 

Manchmal ist es daher also sinnvoll, körperlichen großen Abstand zu haben, manchmal aber ist Nähe sinnvoll.     

Es kommt hinzu, dass es in einigen Techniken, beispielsweise in EMDR-Coaching, eine räumliche Nähe unumgänglich ist.
So war es jedenfalls VOR Corona.
Und aktuell, also am Ende des Jahres 2020?     

Inzwischen habe ich gelernt! Mehr, als ich für möglich gehalten hätte!

Mitte März habe ich zunächst beschlossen, meine Praxis für das persönliche Setting zu schließen. Ich habe dann über mehrere Wochen telefonisch und per Video-Chat gecoacht und therapiert. Dabei konzentrierte ich mich ausschließlich auf die Klienten gearbeitet, die ich bereits persönlich kannte. Neue Klienten habe ich in dieser Zeit nicht aufgenommen.
Ist es möglich, menschliche Nähe per Video-Chat oder telefonisch so aufzubauen, sodass auch in dieser Form gesunde Veränderungsprozesse gestaltet werden können? 

Und was genau gilt es, in diesem Kontext zu verändern?

In meiner Arbeit nutze ich sämtliche Sinne. Es geht längst nicht nur um Inhalte, im Gegenteil, manchmal sind die konkreten Inhalte sogar überhaupt nicht wichtig.

Insbesondere bei der Verwendung von NLP oder EMDR war es bislang sehr wirksam, einen körperlichen Abstand von ca. einer Armlänge aufzubauen.
Was aber tun, wenn dieser Abstand ausgeschlossen werden muss? Wie bewahre ich dennoch diese persönliche Nähe?     

Ich stellte mir die Fragen: 

    • Was genau muss ich verändern, wenn sich dieser körperliche Abstand verändert?
    • Wie gelingt es mir dennoch, eine menschliche Nähe zu erhalten?
    • Welche Vorteile gibt es möglicherweise mit diesem Abstand?

Die Antwort lag mir auf der Hand! Ich habe fortan verstärkt Wert auf meine KörperSPRACHE gelegt! 

Wenn wir auf Distanz sind, dann werden wir körperlich genauer beachtet. Die Körpersprache gewinnt an Bedeutung.
Die Bedeutung der Körpersprache ist mir zwar sehr lange bekannt, in diesem Jahr habe ich nochmal ganz besonders wahrgenommen, wie wichtig es ist, sie gezielt einzusetzen. 

Gerade wenn wir auf einen Faktoren verzichten müssen, bekommt andere eine noch wichtigere Bedeutung.
Körpersprache ist ein so wertvolles Gut, gerade jetzt gilt es, davon auch Gebrauch zu machen.

In welcher Weise hat sich vielleicht deine Körpersprache in diesem Jahr verändert?

 

Schuldzuweisung vs. Verantwortung     

Wichtiger, denn je: Gesundes Krisenmanagement

 „In Krisenzeiten suchen die Intelligenten nach Lösungen, die Schwachköpfe nach Schuldigen.“ Loriot

 

Dieses Zitat zieht zwar schon lange seine Kreise, ist aber dennoch aktueller den je.     

Es ist mein Königssatz für gesundes Krisenmanagement. 

Doch wenn es mal so einfach wäre!     

Nach Lösungen suchen? Ja, dafür braucht es schon etwas mehr.     

Hingegen ist es aber viel leichter, Schuldige zu finden.
Was aber ist das Problem daran, Schuld zu geben? 

Wer sich mit der Schuldfrage beschäftigt, 

    • bleibt „Opfer“, 
    • bleibt handlungsunfähig, 
    • bleibt ohnmächtig, 
    • leidet.

Vor allem, aber:

Wer ohnmächtig ist, ist viel schneller der Gefahr ausgesetzt, den Überblick zu verlieren und fängt an, sich gedankenlos an irgendwelchen Dingen festzuklammern.

Genau das passiert gerade bei so vielen Menschen und wiederum andere machen sich diesen Mechanismus für ihre Zwecke zunutze.

Wer hingegen nach Lösungen sucht, muss aktiv etwas tun. 
Aber wie funktioniert das?     

Zunächst muss erstmal Abstand zum Problem gewonnen werden.      

Im sogenannten Stuck State, also einem gewissermaßen festgefahrenem Zustand, sind nämlich keine Lösungen möglich.     

In gewisser Weise muss das Problem zunächst von vielerlei Seiten betrachtet werden, um eine Lösung zu finden. Es gibt IMMER mehrere Seiten, demzufolge gibt es auch immer eine Vielzahl von Möglichkeiten, auch ein Problem zu reagieren. Wer sich aber nicht bewegt, nimmt diese nicht wahr.

 

„Unnormale Situationen führen zu unnormalen Reaktionen. Das ist normal.“   Michael Grinder

 

Krisenmanagement bedeutet für mich, diese unnormale Reaktion einzuordnen und ihr gesund zu begegnen.
Ich nehme vielfach wahr, dass es schwer gelingt, sich auf eine gesunde Begegnung einzulassen. Auch bzw. gerade ich, die sich ja bereits seit vielen Jahren mit dem Thema „Stress“ beruflich befasst, merke, dass ich immer wieder an meine Grenzen stoße:

    • „Schon wieder muss irgendetwas ausfallen.“
    • „Schon wieder zerfällt ein Plan.“
    • „Schon wieder gibt es so viele Fragen in meinem Kopf, die ich nicht beantworten kann.“

Es ist wichtig, dass man immer wieder diese Grenzen wahrnimmt, sonst kann man sich nicht mit ihnen auseinandersetzen. 

Und vor allem kann man keine neuen Pläne machen.

 

Wann hast du in diesem Jahr mal so eine Grenze wahrgenommen? Wie bist du mit dieser Grenze umgegangen?

 

M-PowerHaus® – Selbstschutz in Krisensituationen

Mein Weg von der Idee zum Konzept     

Die Idee entstand ja bereits schon im Jahr 2019. Aber wie das manchmal so ist, manchmal braucht es etwas Zeit, das Ganze keimen zu lassen. Doch von Anfang an war mir klar, dass ich dranbleiben werde.
Als Heilpraktikerin für Psychotherapie begegne ich ja immer wieder Menschen, die schwierige Erlebnisse verarbeiten wollen. Und wie oft ist es so, dass Menschen erst nach vielen, vielen Wochen/Monaten/Jahren den Mut haben, Unterstützung vom Profi zu suchen.
Ich kann das sehr gut verstehen!
Denn es liegt doch wirklich nahe, dass man es erstmal SELBST versucht, Schwieriges zu verarbeiten.     

Mir geht es ja auch so: Ich würde ja auch nicht einfach zu irgendwem gehen, jedenfalls nicht, wenn es um sehr persönliche Dinge geht.     

SELBSTSCHUTZ ist und bleibt das wertvollste Gut! 

Wenn Menschen mit ihren Themen auf mich zukommen, geht es stets auch um die Frage: 

    • Warum ist er/sie nicht schon früher zu mir gekommen? 
    • Warum haben er/sie so lange gewartet und immer konsequent die Symptome missachtet? 

In der Tat, sehr häufig kommen Menschen erst zu mir, weil es ihnen auch schon körperlich schlecht geht, wenn sie einfach weitergemacht haben, so getan haben, als wäre nichts. Im schlimmsten Fall kommen dann noch Selbstvorwürfe hinzu.
So als sei es manchmal erst eine Rechtfertigung, etwas für sie Seele zu tun, wenn auch der Körper verrückt spielt! 

Seelische Schmerzen werden vielfach noch immer nicht so wichtig genommen.

Mein neues Logo

Dieses Thema beschäftigt mich bereits, seitdem ich mich mit Menschen befasse. Die Idee zum M-PowerHaus® (Ermächtigungshaus) entwickelte sich im Führerstand, dem Arbeitsbereich eines Lokführers.      

Motiviert hat mich die Frage, in welcher Weise ein Lokführer sich auf traumatische Ereignisse vorbereitet werden kann bzw. sich selbst vorbereiten kann.
Im diesem Jahr habe ich das Konzept 

        • verfasst,
        • meine NLP Masterarbeit zu diesem Thema geschrieben, 
        • mehrere Vorträge dazu gehalten

Die Reaktionen nach den Vorträgen waren faszinierend verschieden: Von „unglaublich gut“ bis „unmöglich“

Das Thema ist ein Tabu. Ich freue mich ganz besonders darauf, dieses zu durchbrechen. 🚀     

Es ist für vielerlei „kritische Situationen“ einsetzbar, beispielsweise auch im Umgang mit Ängsten, wie beispielsweise Prüfungsängsten.
Im kommenden Jahr werde ich erstmalig das Konzept mit angehenden Lokführern umsetzen und, sofern CORONA es möglich macht, vielleicht auch wieder Gelegenheit erhalten, Vorträge zu halten…vielleicht ja auch online.
Das Konzept setzt sich zusammen aus einer Kombination aus Gruppen- und Einzelcoaching.     

Ich freue mich sehr auf die Umsetzung, auf die Reaktionen und auf meine Rückmeldung, spätestens im Jahresrückblick 2021 😊

Was war deine beste Idee, die du in diesem Jahr weiterentwickelt hast?

 

Abschluss meiner NLP Master-Ausbildung

Meine Liebe zu NLP    

Lange war es mein Plan!

Die Wirksamkeit und große Bandbreite des Neurolinguistischen Programmierens ist mir ja schon seit vielen Jahren klar.      

Seit meinem Practitioner-Kurs im Jahr 2013 bin ich überzeugt von vielfältigen Techniken und damals dachte ich, dass ich bereits so viel gelernt habe, dass es eigentlich für mein gesamtes Leben reicht ;))

Dachte ich.

Daher war es lange Zeit nicht meine Absicht weiterzumachen.      

Nein, es ging mir fortan darum, dass Gelernte anzuwenden und ihr könnt mir glauben, das habe ich seitdem nahezu täglich getan.
Was mich so überzeugt von NLP?     

Alles begann mit einer Woche Bildungsurlaub, ich glaube, im Jahr 2012.      

5 Tage lang wollte ich mir mal einen Eindruck verschaffen.      

Den habe ich bekommen!     

Damals hatte ich bereits eine Ausbildung zur Heilpraktikerin für Psychotherapie begonnen, aber ehrlich gesagt noch keine Vorstellung davon, wie ich das hinbekommen sollte:      

Alleinerziehend, 30 Stunden/Job – kurz und gut:           

Zeit hatte ich eigentlich nicht mehr übrig!

 

Abschluss-Sprint

Bis zu meiner Woche Bildungsurlaub!

Danach habe ich mir Zeit genommen!
Wie das möglich wurde?

Durch die wenigen NLP-Techniken, die ich bereits innerhalb dieser ersten 5 Tage kennengelernt habe.

Am Ende dieser Woche war ich mir über vieles im Klaren:

1. Ja, es ist WIRKLICH ein großer Wunsch, meine begonnene Ausbildung erfolgreich abzuschließen.

2. Wow, ich habe sogar schon eine konkrete Vorstellung gewonnen, wie meine künftige Praxis aussehen soll.

3. Genial, ich habe für mich Lernstrategien entwickelt, die es mir ermöglichen sollten, in kurzer Zeit viel zu lernen.

Und so kam es dann auch. Meine Ausbildung schloss ich erfolgreich ab. Seit 2017 arbeite ich in eigener Praxis.
Seitdem gehört NLP zu mir. Wenn mir selbst diese Techniken so viele Möglichkeiten eröffnen, dann auch anderen!     

2014 folgte die Practitioner Ausbildung und natürlich regelmäßiges Anwenden.

Und täglich lerne ich neu hinzu, immer wieder wird mir bewusst, wie vieles möglich gemacht wird. Ende des letzten Jahres habe ich mich dann entschieden, meine Ausbildung zu erweitern und habe die Master-Ausbildung absolviert. 

Ich mache weiter:
Im kommenden Jahr werde ich die NLP-Trainer Ausbildung beginnen. 
Schon jetzt freue ich mich auf viele wertvolle Impulse.

Veränderungen werden in recht schneller Weise möglich. 

Was hast du gelernt in diesem Jahr?Was kannst du dieses Schritt für Schritt neu anwenden?

 

Sehnsucht nach Kultur

Stoppok-Konzert: Mein Highlight in 2020     

Ich liebe Musik.     

Ich liebe Live-Musik.

Und wenn man etwas liebt, dann fehlt es, wenn es nicht da ist!Das habe ich in diesem Jahr am eigenen Leib gespürt. Natürlich habe ich bereits im letzten Jahr einige Konzertbesuche für 2020 geplant.      

Keines dieser geplanten Konzerte hat aber stattgefunden. Schrittweise wurden diese abgesagt.
Jedesmal ein innerer Tiefschlag. Nein, es ist nicht das Gleiche, ob ich ich meine Musik aus der Anlage höre oder ob ich gemeinsam mit vielen anderen Menschen diese Verbundenheit spüre.          

Beispielsweise habe ich das Gefühl ZUHAUSE zu sein, wenn ich zu Beginn eines BAP-Konzertes in einer Halle mit 1000 anderen „Stell dir vüür“ singe. 😅

Und jetzt? Ich mehr sehr, wie mir Live-Konzerte fehlen.

Bereits im Jahr 2000 sagte der damalige Bundespräsident Johannes Rau: 

„Kultur ist kein Sahnehäubchen, sondern die Hefe im Teig.“

Und schon damals habe ich diese Aussage keineswegs infrage gestellt. Doch jetzt, wo sie fehlt, wird mir deutlich, wie sehr auch ich allein durch kulturelle Veranstaltungen wachse, wie viel Power sie haben. Welche Magie hat beispielsweise ein Udo Lindenberg-Konzert? 

Ich erinnere mich an ein Konzert im Jahr 2019. Wie schafft es ein Künstler allein, zu jedem einzelnen Zuschauer eine Verbindung herzustellen? Wunderbar!
Jaaaaa, mir fehlen Konzerte!
Und im Sommer? Im Sommer gab es dann ein klitzekleines Konzert. Stoppok spielte in der Blues Garage in Isernhagen! 

Es war im Juli. Es war sonnig und warm. Wenige Menschen saßen, natürlich mit Abständen, auf Holzbänken.     

Es war fast eine kleine Gartenparty. Und ich habe es genossen. Live-Musik, gute Live-Musik. 

Wie habe ich die vermisst und wie vermisse ich sie wieder?
Ich war schon oft bei Konzerten von Stoppok. Dieses Konzert in Isernhagen jedoch, das war bislang das beste!    

Ich wünsche sehr, dass die Kulturszene, insbesondere diejenigen, die nicht mit großen Musiklabels arbeiten, bewahrt bleiben. 

Sie sind ein soooo wichtig!!!!

 

Was war dein kulturelles Highlight in diesem Jahr?
      

Meine Beziehung zu Steinpilzen      

Die Kraft der Natur: Eine sichere Konstante in einer unsicheren Zeit
In diesem Jahr ist sooo viel anders als geplant. Viele Pläne lösten sich regelrecht in Luft auf. Andere werden noch immer Stück für Stück verschoben.
Pläne geben Orientierung.
Wer konkrete Ziele hat, lebt fokussierter. Natur ist mir wichtig. Meinen Lebens- und Arbeitsmittelpunkt ausschließlich ONLINE zu suchen, ist und wird für mich wohl keine Option.      

Was ist mir wirklich etwas wert? Was ist bedeutsam? Wenn so vieles wegfällt, dann konzentriert man sich zunehmend auf das, was noch bleibt.
Ja, und das, was mir sicher geblieben ist in diesem Jahr, das war die Kraft der Natur…einfach im Wald sein.

Nicht nur, dass man dort nicht das Problem hat, Menschen körperlich nicht zu nah begegnen zu müssen. Nein, es tut gut, sowieso.

Neben all den Ungewissheiten und Unplanbarkeiten, der Wald ist geblieben! Und Steinpilze auch. 
Und so kam es, dass ich wiederholt im Wald unterwegs war und Steinpilze sammelte. Das Corona-Jahr war übrigens auch ein Pilzjahr!
Aber Pilze und vor allem der Wald haben für mich zudem noch eine andere, noch viel größere Bedeutung.     

Wenn ich im Wald bin, dann bin ich meinem Großonkel Onkel Fritz nah.

Mit Onkel Fritz war ich oft im Wald, er liebte das Wandern. Mit Begeisterung war er gerne kilometerlang unterwegs und hat mir gezeigt, wie man die Natur genießen kann.

 

Draußen zuhause

Und bei all meinen damaligen Wanderungen ging es ihm gar nicht darum, die Natur kennenzulernen,     beispielsweise die verschiedenen Baumarten voneinander zu unterscheiden oder anderes Wissenswertes zu erfahren.     Nein, Onkel Fritz ging es in erster Linie um das Einfach-Da-Sein, um das Genießen, die Kraft der Natur, den Wald in Gänze in sich aufzunehmen. 
Ja, das habe ich gelernt von Onkel Fritz. In diesem Jahr hat mir das ganz besonders viel bedeutet. Es hat mir ganz viel Kraft geschenkt. Und jeden einzelnen Steinpilz habe ich abends mit Genuss gegessen. ♥️

 

Welche Beziehung hat dir ganz besonders viel Kraft gegeben in diesem Jahr? 

 

Mein Erster Film bei YouTube       

Lernerfolge in Online-Seminaren – Wie sich Teilnehmende vorbereiten können      

Ein bisschen müde sehe ich da auf dem Foto schon aus! 😅

Aber eigentlich war ich ein klein wenig angespannt. Spontane Ideen sind manchmal ja ganz gut, wie gesagt, manchmal.

Aber manchmal ist es auch sinnvoll, eine Sache etwas länger vorzubereiten. Erst recht dann, wenn man etwas noch nie gemacht hat.
Was ist passiert? Im Herbst war es dann mal wieder soweit:      Corona breitete sich wieder mehr aus und alles deutete darauf hin, Präsenz-Schulungen in größeren Gruppen zu vermeiden. Die Lösung lautete: Online-Schulungen

 

Aber wie kann es gelingen, effektiv am PC von zuhause aus zu lernen, wenn man das noch nie gemacht hat?

Wer in Online-Seminaren etwas lernen will, muss zu auf Online-Learning einstellen.

Ohne Vorbereitung ist das aber schwierig. Insbesondere dann, wenn es kurze Seminare sind, die zudem noch Lernzielkontrollen beinhalten.
Seminare, in denen es eigentlich keine „Eingewöhnungszeit“ gibt.
Keine Frage, für Dozenten und die Teilnehmenden ist es eine große Umstellung.
Bei der Vorbereitung war schnell klar, dass es sinnvoll ist, die Teilnehmenden bereits mit einem Video VOR dem eigentlichen Seminar mit einigen Tipps zu unterstützen. Und so haben wir das dann auch gemacht.     

Ein Kurzfilm zum Thema: Online-Training     

Die Tipps richteten sich zwar konkret an Schulungen im Eisenbahnbereich, sind aber natürlich themenübergreifend nützlich.

Youtube

Schnappschuss der besonderen Art

Ja, ich habe ich etwas überlegt, ob ich meinen ersten Film bzw. das ganze Thema überhaupt hier zum Thema machen möchte. Und wie ihr seht, habe ich mich DAFÜR entschieden, aus mehreren Gründen:

  • Es hat immer etwas magisches, eine Sache erstmalig zu machen. Das allein ist es wert! 💃
  • Ich möchte Mut machen, einfach mit etwas anzufangen. 🚀
  • Dieser Eintrag ist Ansporn für mich weiterzumachen, mich weiterzuentwickeln. 💪
  • Die Tipps zur Vorbereitung auf ein Online-Seminar sind prima! 🔆

Ich wünsche viel Spaß beim Anschauen dieses Films und wer mag, kann natürlich gerne einen netten Kommentar hinterlassen ;))

Was hast du in diesem Jahr erstmalig gemacht? Bleibst du dran? Willst du weiter daran bauen?

 

Moderne Meinungsfreiheit

Wenn Meinung sich in Überzeugung verwandelt    

Bin ich frei?    

Habe ich die Freiheit, meine Meinung zu sagen?

Während ich hier meinen Rückblick verfasse, wird mir ganz deutlich: Jaaaa! Ich fühle mich frei!
Ich darf sagen, was ich möchte. Ich muss nicht befürchten, für eine bestimmte Meinung Konsequenzen zu spüren, jedenfalls keine juristischen.     Und: Ich bin dankbar dafür.

Wie kommt es aber, dass einige Menschen glauben, sie seien nicht mehr frei in ihrer Meinung?Wie ist es möglich, in Deutschland so verquer zu denken?

Ist der Mensch in der Lage, alles zu glauben, falls es ihm nur lange genug eingeredet wird?  

Und wie verhält sich ein Mensch, der glaubt, in seiner Meinungsäußerung nicht mehr frei zu sein?

Auch in diesem Jahr beobachte ich mit wachsender Sorge, dass sich Menschen zunehmend angriffslustig ihre Meinung an den Kopf werfen. Nein, meistens nicht direkt, vielmehr verleiten die „sozialen“ Medien dazu, dieses weniger gehemmt zu tun.

Es fällt deutlich schwerer, menschliche Grenzen zu ignorieren, wenn wir einer Person gegenüberstehen – Face to Face

Meinst du noch oder überzeugst du schon?

Während ich also eher beobachte, dass wir viel freier/willkürlicher unsere Meinungen kundtun, gibt es Menschen, die das Gegenteil glauben!

Wie ist das möglich?

Es wird immer unwichtiger, die eigene Meinung auf Basiswissen zu stützen. Wer drei Podcasts zu einem bestimmten Thema gehört hat, fühlt sich bereits als Experte.    

Statistiken und Quellenangaben werden verstärkt ohne eigene Recherche vielfach weitergeleitet.    

Damit riskieren wir, dass nicht nur wir selbst, sondern auch andere, ihre Meinung ungefiltert ändern.

Moderne Meinungsfreiheit bedeutet für mich aber noch mehr. Ich beobachte ein Missverhältnis zwischen Meinung und Überzeugung.    Während es meiner Meinung nach früher üblich war, die eigene Meinung neben einer anderen gleichwertig stehen zu lassen, stoße ich zunehmend auf „verhärtete Seiten“.     

Mir macht es Angst, wenn ich Menschen dabei wahrnehme, dass sie ihre Bereitschaft zum Diskutieren verlieren, sondern in irgendeiner Überzeugung verharren.

Demokratie lebt von Diskussionen, also davon, die andere Meinung zu hören und sich mit dieser konstruktiv auseinanderzusetzen.

Eine Kleine Anmerkung:
Ich habe auch hier überlegt, ob ich dieses Thema überhaupt ansprechen möchte. Ich habe mich dafür entschieden, weil dieser Rückblick ansonsten für MICH unvollständig wäre.
Ich bin so frei! 💃

Hat sich in diesem Jahr deiner Meinung nach an unserer Meinungsfreiheit etwas verändert?

Mein wichtigster „Auftrag“ für 2021

Und nun, kurz vor Ende meines Jahresrückblicks, werfe ich meinen Blick in die Zukunft.     

Als ich mich Anfang Dezember mit den Themen befasste, stellte sich mir spontan die Frage nach einem möglichen Auftrag für das kommende Jahr. Und es dauerte nicht lange, bis mir der Satz in den Sinn kam, der sich unmittelbar wie ein Auftrag anfühlte.    

Ich erinnerte mich an die Rückmeldung nach einem Vortrag zum M-PowerHaus®: 

Neuwasser

 

Ich werde ein Buch schreiben.     

Die Idee für den Aufbau, die ist schon da:

Für mich ist das Neuland bzw. Neuwasser 😉

Im kommenden Jahr werde ich es beginnen. 

Vielleicht sogar fertigstellen

Vielleicht.

Was möchtest du im kommenden Jahr beginnen?

 

Ja, ich freue mich auf 2021.       

Und ja, am Ende meines Rückblicks, verabschiede ich mich gerne von diesem turbulenten Jahr.

Mein Motto für 2021?

SICHTBARKEIT

 

Und einen ersten Schritt dazu plane ich bereits für den Jahreswechsel.     

Ich werde meine Homepage neu erstellen, modernisieren.      

Dann werde ich möglicherweise bereits meinen nächsten Jahresrückblick in einer moderneren Version veröffentlichen, und werde dann irgendwann sagen:     

Mit dieser Retro-Version im Jahr 2020, da hat alles angefangen 😅

Was ist dein Motto für 2021?


Ich möchte mich bei allen bedanken, die mir in diesem Jahr ihr Vertrauen geschenkt und mit mir an ihren Veränderungsprozessen gearbeitet haben. ♥️

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